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Vision

Seit geraumer Zeit wird in der Landeshauptstadt Stuttgart über den Bau eines neuen Konzerthauses diskutiert. Die Notwendigkeit für eine weitere Spielstätte, neben der denkmalgeschützten Liederhalle, wird aus unterschiedlichster Perspektive in der Politik und in der Presse diskutiert.

Die Vertreter der wichtigsten Veranstalter und potentiellen Nutzer eines attraktiven modernen Konzerthauses in Stuttgart haben sich zu einer Konzerthaus-Initiative zusammengeschlossen und am 18. November 2019 den Förderverein „Konzerthaus Stuttgart e.V.“ gegründet.

Die gemeinsam erarbeitete Vision ist ein lebendiges, attraktives und offenes Musikzentrum für die Stadtgesellschaft, das lokale Akteure einbindet. Es bietet der Exzellenz und Vielfalt der Stuttgarter und der internationalen Musiklandschaft eine adäquate und zeitgemäße Hülle. Diese Ansprüche gilt es zunächst in die dafür notwendige Infrastruktur und das passende Raumprogramm zu übersetzen. Zudem spielt die programmatische Ausrichtung eine zentrale Rolle. Dabei gilt es schon heute die zukünftigen Trends zu erforschen und die Voraussetzungen für innovative Konzertformate zu schaffen.

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Argumente

Argumente für ein neues Konzerthaus als lebendiges Musikzentrum

I. Städtebauliche Entwicklung der Stadt
Konzerthäuser gehören zur wirtschaftlichen und kulturellen Positionierung einer Stadt von Rang. Die Beispiele aus jüngster Vergangenheit belegen das eindrücklich (München: neues Konzerthaus. Nürnberg: neue Philharmonie. Bochum: Anneliese Brost Musikforum Ruhr. Hamburg: Elbphilharmonie.). Eine prosperierende Wirtschaft verlangt begleitend nach einer Pflege und Erhaltung anspruchsvoller Kulturangebote.
II. Überregionale Konkurrenzsituation
Studien der Trendforschung belegen die Zunahme der Mobilität und der steigenden Kulturnachfrage im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Freizeitverhalten. Die Städte befinden sich überregional in einem Konkurrenzkampf um die Attraktivität ihres Angebotes. Das neue Konzerthaus in München wird sich - neben der dann renovierten dortigen Philharmonie - beispielsweise dahingehend für Stuttgart auswirken.
III. Veränderte Erwartungen des Publikums
Das Publikum der Zukunft sucht ein „Gesamterlebnis“, das „Event“. Dazu gehört die Nähe zum Spielgeschehen im Saal, die architektonische Attraktivität, ein Raumangebot für Rahmenaktivitäten rund um die Konzerte, ein attraktives gastronomisches Angebot und die akustische Perfektion. Die Teilhabe an Musik und ihrer unterschiedlichsten Angebote muss in einem offenen, der Stadtgesellschaft zugewandten Konzerthaus allen Bürgern ermöglicht werden, unabhängig von der Herkunft, dem Alter oder der Bildung.
IV. Mangelnde terminliche Kapazitäten in der Liederhalle
Die Termin-Nachfrage übersteigt das Angebot freier Termine bei weitem. Das reiche Angebot der Musikstadt Stuttgart, mit ihren vier national wie international renommierten Orchestern, den namhaften Musikeinrichtungen und Festivals sowie den großen internationalen Konzertreihen der privaten Veranstalter bedarf dringend einer Erweiterung nutzbarer Spielstätten.
V. Touristische Attraktivität und wirtschaftliche Umwegrentabilität
Die positiven Auswirkungen eines attraktiven Kulturlebens mit der entsprechenden repräsentativen Architektur auf die touristische Anziehungskraft einer Metropole sind vielfach belegt.
VI. Stuttgart muss Kulturhauptstadt Nummer 1 bleiben
Stillstand bedeutet Rückschritt in der Konkurrenz zu anderen Städten.

Anforder­ungen

Dreiklang der Anforderungen

I. Konzerthaus mit herausragender Akustik und zeitgemäßer technischer Ausstattung
  • Großer Konzertsaal für ca. 1.700 Besucher
  • Akustisch für die Wiedergabe nicht elektronisch verstärkter Musik ausgelegt
  • Weinberg-Bestuhlung oder „Schuhschachtel“
  • Gute Sicht und Nähe zum Bühnengeschehen
  • Flexible, fahrbare Bühnentechnik
  • Zukunftsorientierte technische Ausstattung (Nutzung durch alle Formen der medialen Verbreitung, u.a. digitale Konzerthalle mit Internetstreaming)
  • Backstage-Bereich gemäß den heute üblichen Standards
  • Zweiter Konzertsaal für ca. 400-500 Besucher mit variabler Bühne
  • Zusätzliche Räume (u.a. Proberäume, Werkstattbühne, Orchester-Proberaum)
II. Außergewöhnliche Architektur an einem sinnvollen zentralen Standort
  • Herausragende Architektur
  • Inspirierendes Umfeld (Freiflächen, Kultur, Wohnumfeld, Natur)
  • Gute Erreichbarkeit (ÖPNV, Parkplätze)
  • Touristische Ausstrahlung (da überregionale Konkurrenzsituation)
  • Neues Wahrzeichen für Stuttgart
  • Open-Air Spielfläche vor dem Konzerthaus (auch für Straßenmusik)
III. Täglicher Zusatznutzen für eine heterogene Gesellschaft im Wandel
  • Ganztägig geöffnetes und lebendiges Haus der Musik
  • Barrierefreie Teilhabe an Musik für alle
  • Räume für Musikvermittlung/Education (u.a. Workshop-Räume, Instrumentenwelt)
  • Räume für weitere Musik-Institutionen (z.B. Orchester, Musikschule, Veranstalter, Musikfachgeschäfte)
  • Gastronomisches Angebot (ganztägig)
  • Blicke hinter die Kulissen
  • Angebote für Kulturtourismus
  • Servicegedanke
  • Professionelles Konzerthaus-Management

Flächenbedarf

Für den Nutzungsumfang 1. und 2. ist aufgrund vergleichbarer Werte anderer Konzerthäuser ein Bedarf für die Programmflächen von ca. 12.000 qm anzusetzen.

Für den Nutzungsumfang 3., insbesondere zusätzliche Räume für Musikvermittlung und Education (Workshopräume, Probenräume) sowie Räume für weitere Musik-Institutionen (z.B. Infrastruktur Orchester, Musikschule, Veranstalter, Musikfachgeschäfte) sind je nach Umfang der Planung zusätzliche Programmflächen anzusetzen.

Ideen für Standorte

Die Auswahl eines geeigneten Standorts ist von zentraler Bedeutung und hat Konsequenzen auf verschiedene Faktoren. Der Standort sollte genügend öffentlichen Raum bieten für die inhaltliche Ausrichtung als lebendiges Musikzentrum mit herausragender Architektur, in einer gut erreichbaren und zentralen Lage. Öffentlich genannt und diskutiert wurden u.a. die nachfolgenden Standorte.

Weiternutzung der Liederhalle

Die Erfahrungen andernorts (z.B. Hamburg) zeigen, dass die bestehenden älteren Konzerthallen weiter genutzt werden, ja bisweilen sogar von der Attraktivität einer neuen Halle und der damit verbundenen neuen Dynamik im Musikleben einer Stadt profitieren.

Das kann nach Auffassung des Initiativkreises auch für die Liederhalle zutreffen. Wir sehen für die Liederhalle folgende Möglichkeiten der Weiternutzung:
  • Weiternutzung als Konzertsaal und Ausweichmöglichkeit bei Terminkollisionen im neuen Konzerthaus.
  • Neue Nutzer, die bisher aufgrund mangelnder Kapazitäten grundsätzlich keinen Zugang gefunden haben.
  • Veranstaltungen der Pop- und Rock-Szene sowie der Unterhaltungsbranche (der Beethovensaal bietet bei Nichtbestuhlung des Parketts 3.200 Besuchern Platz).
  • Chöre und Orchester (insbesondere auch aus der Laien-Szene) der Stadt und der Region.
  • Nutzung als Veranstaltungsraum im Zusammenhang mit dem alten und/oder neuen Kongresszentrum.

Konzeption

Für ein neues Konzerthaus Stuttgart

Auf zu neuen Klangräumen - im ePaper finden Sie alles rund um den aktuellen Stand der standortunabhängigen Konzeption. Die Erarbeitung wurde als partizipativer Prozess angelegt, federführend durch das renommierte Beratungsunternehmen actori aus München und den Lenkungsausschuss des Konzerthaus-Vereins. Wesentlicher Bestandteil der ersten Phase waren über 30 Interviews mit Vertreter*innen der Stuttgarter Orchester, Veranstalter, der freien Szene, von Musikinstitutionen und Bildungseinrichtungen sowie der städtischen Kulturverwaltung, der Liederhalle und des Stadtmarketings. So konnte eine erste aber zugleich breit aufgestellte Einschätzung hinsichtlich der Bedarfe in Stuttgart ermöglicht werden, um den Prozess in der Folge konkreter fortführen zu können.

Unser besonderer DANK gilt auch den 16 namhaften Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport, die unsere Konzerthaus-Idee mit treffenden Zitaten unterstützen.

Zeit­strahl

Bis Ende 2021 – Standort-Analysen & weitere Planung
Ziel ist, dass alle relevanten Daten vorliegen, um mit dem Doppelhaushalt 2022/23 die notwendigen Mittel für die weiteren Planungen bereitzustellen.
Bis Ende 2020 soll zunächst eine standortunabhängige Konzeption erstellt werden.
Dieser Prozess soll in Kooperation und Abstimmung mit den potentiellen Nutzern und Entscheidungsträgern extern gestaltet und moderiert werden. Dabei soll ein breiter Konsens von Politik und Verwaltung sowie Verein und Öffentlichkeit erzielt werden. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert.
Ab Januar 2020 wird der Verein durch eine zentrale Geschäftsstelle mit Geschäftsführung (in Teilzeit) und Hilfskräften betrieben.
Ende 2019 – die Konzerthaus-Initiative zählt 22 Mitglieder von 18 Veranstaltern und Musik-Institutionen
20. Dezember 2019 – Unterstützung des Gemeinderats
Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat entschieden, den Förderverein „Konzerthaus Stuttgart e.V.“ mit 180.000 Euro im Doppelhaushalt 2020/2021 zu unterstützen. Zudem stehen 120.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie über den Bau eines Konzerthauses an der Holzgartenstraße (gegenüber der Liederhalle) zur Verfügung.
18. November 2019 – Gründung des Förderverein „Konzerthaus Stuttgart e.V.“
Als Vorstände gewählt und Geschäftsführer bestellt wurden:
  • Vorsitzender des Vorstands: Gernot Rehrl (ehem. Intendant Internationale Bachakademie Stuttgart), Gernot Rehrl Kulturprojekte
  • Stellvertretender Vorstand: Felix P. Fischer, Geschäftsführender Orchestermanager SWR Symphonieorchester
  • Stellvertretender Vorstand und Geschäftsführer: Ralf Püpcke, Geschäftsleitung Püpcke Kulturmanagement
  • Schatzmeisterin: Michaela Russ, Geschäftsführerin SKS Erwin Russ GmbH
  • Schriftführerin: Dr. Cornelia Weidner, Intendantin Internationale Hugo-Wolf-Akademie
14. März 2019 – Präsentation in der Öffentlichkeit
Zum ersten Mal präsentierte sich die Konzerthaus-Initiative öffentlich im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Berichterstattungen waren durchweg positiv und die Stuttgarter Zeitung lobte, man habe „Den richtigen Ton getroffen“ und das die Konzerthaus-Initiative ihr Ziel „im Dialog mit der Stadt“ erreichen will.
Januar 2018 – Übergabe der Grundkonzeption als „Konzerthaus-Dreiklang der Anforderungen“
Mitte 2017 – Zusammenschluss zu Konzerthaus-Initiative
Zur Erstellung einer Grundkonzeption haben sich Mitte 2017 erste Vertreter*innen der wichtigsten Veranstalter, Musik-Institutionen und potentiellen Nutzer eines attraktiven modernen Konzerthauses in Stuttgart zu einer Konzerthaus-Initiative zusammengeschlossen. Im Januar 2018 erfolgte die Übergabe der Grundkonzeption als „Konzerthaus-Dreiklang der Anforderungen“.
2017 erste Gespräche mit der Stadt
2017 haben Felix Fischer, Gernot Rehrl und Ralf Püpcke erste Gespräche geführt, um die Idee einer Konzerthaus-Initiative Stuttgart als breites Bündnis zu realisieren. Es folgten Dialoge mit der Stadt und deren Bitte, eine erste Konzeption zu erstellen als Grundlage u.a. für die Ausschreibung Rosensteinquartier und für ein Vortrag am 27. Januar 2018 von Felix Fischer und Ralf Püpcke im Rahmen des Innovationskongresses „Zukunftslabor Musik“ im Planetarium Stuttgart zum Thema „Das Konzerthaus der Zukunft – vom bürgerlichen (Hochkultur-)Tempel zum lebhaften Musikzentrum in einer offenen Gesellschaft“. Dieser Vortrag wurde Anfang 2019 in einer Dokumentation veröffentlicht.
2012 – „Konzeption Schlossgartenphilharmonie als Musikquartier Region Stuttgart“
...federführend durch Paul Woog von der SKS Michael Russ GmbH
2009 – Idee einer „Schlossgartenphilharmonie“ von Michael Russ

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Satzung


Der Jahresbeitrag für Privatpersonen beträgt:

  • EUR 50,- für Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben;

  • EUR 25,- für Schüler, Studenten und Auszubildende(bis 26 Jahre)

  • EUR 80,- im Falle von Doppelmitgliedschaften (gleiche Bank und Anschrift)


Der Jahresbeitrag für Förderpartner beträgt:

Mindestens EUR 500,- für juristische Personen und Personengesellschaften, ein-schließlich erwerbswirtschaftliche Unternehmen und gemeinnützige/ steuerbefreite Rechtspersönlichkeiten jeglicher Rechtsform.

Der Jahresbeitrag ist ein Mindestbeitrag. Höhere freiwillige Beitragszahlungen sind möglich.

Spenden

Das Finanzamt Stuttgart hat die Satzung geprüft und dem Förderverein Konzerthaus Stuttgart e.V. nach dem ersten Jahresabschluss die formale Anerkennung der Gemeinnützigkeit in Aussicht gestellt. Entsprechend kann dann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

BW-Bank Stuttgart
IBAN: DE22 6005 0101 0405 2952 45
BIC: SOLADEST600

Wir

Vorstand

Gernot Rehrl
Gernot RehrlVorsitzender des Vorstands
Ralf Püpcke
Ralf PüpckeStellvertretender Vorstand und Geschäftsführer
Dr. Cornelia Weidner
Dr. Cornelia WeidnerSchriftführerin
Felix P. Fischer
Felix P. FischerStellvertretender Vorstand
Michaela Russ
Michaela RussSchatzmeisterin

Konzerthaus-Initiative Stuttgart
Mitglieder 2017-2019

Michaela Russ, Michael RussGeschäftsführer/-inSKS Erwin Russ GmbH
Bernhard Löffler1. Vorsitzender des Vorstands
Gregory Johns-Haist, Dr. Elisabeth SchedensackGeschäftsführer/-inStuttgartKonzert Veranstaltungs GmbH
Siegfried DannwolfVorsitzenderFreunde und Förderer des SWR Symphonieorchesters e.V.
Dr. Michael Stille (Künstlerischer Intendant),
Tilman Dost (Kaufmännischer Intendant)
Stuttgarter Philharmoniker
Katrin ZagrosekGeschäftsführende IntendantinInternationale Bachakademie Stuttgart
Dr. Regula RappRektorinStaatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Cornelia BendChormanagerinSWR Vokalensemble Stuttgart
Hans-Peter HaagGeschäftsführerMusic Circus Concertbüro GmbH
Ralf PüpckeGeschäftsleitungPüpcke Kulturmanagement
Paul WoogGeschäftsführerSKS Michael Russ GmbH
Ulrike HermannMitglied des Vorstands und Leitung der GeschäftsstelleKulturgemeinschaft Stuttgart e.V.
Gernot Rehrlehem. Intendant Internationale Bachakademie StuttgartGernot Rehrl Kulturprojekte
Felix P. FischerGeschäftsführender OrchestermanagerSWR Symphonieorchester
Friedrich-Koh DolgeDirektorStuttgarter Musikschule
Markus KorseltGF IntendantStuttgarter Kammerorchester e.V.
Christine FischerIntendantinMusik der Jahrhunderte Stuttgart
Birgit KipferVorsitzendeFreunde und Förderer des SWR Vokalensembles e.V.
Dr. Cornelia WeidnerIntendantinInternationale Hugo-Wolf-Akademie

Förderpartner

Stadt Stuttgart
BW BankDaimler
CMSHospitalhofStrichpunkt Design